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ET038 - Hecke, Laube, Genrezwerg #1 - Virales Ravioli-Prepping mit Lilienduft

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Titelbild © by Tiberius Film


“Ey, warum wird sowas eigentlich nicht in Deutschland gedreht?” fragten sie. “Ey, das ist doch voll lächerlich, wenn Deutsche solche Filme machen!” sagten sie. “Ey, geile Filme kommen eh nur aus den USA!” motzten sie.

Tut uns Leid, liebe Haters, aber ihr liegt falsch! Sehr sogar, denn wenn es ein Problem in der deutschen Filmlandschaft gibt, dann dass mutige Produktionen nicht finanziert, nicht gefördert und erst recht nicht respektvoll anerkannt werden – nicht, dass es an fähigem Personal fehlen täte, das in der Lage wäre, diese auf die Leinwand zu bringen.

Das Deutsche Genrekino ist weder zahlreich vertreten noch populär, aber wir finden es hat eine Menge Potential. Genau genommen ist es (einem Teil von) uns schon länger eine Herzensangelegenheit und deswegen nimmt der Enough Talk! nun verstärkt seinen BildungsBerieselungs-Auftrag wahr und erkundet für euch die Tiefen des deutschen Horror-, Sci-Fi-, oder Psychofilms. Ach, den gibt es wirklich? Wo denn? Gute Frage, als Anlaufstelle empfehlen wir die Seite Genrefilm.net, die uns auch in der Sendung (mit diesem Artikel von Huan Vu) gute Dienste bei der anfänglichen Definition dessen erwies, was eigentlich Genre und Genrefilm bedeutet.

Ganz so einfach einzugrenzen ist dies gar nicht, aber dennoch gelingt es uns ein paar Kriterien zu übernehmen, auf die wir in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren die besprochenen Filme dieser Reihe abklopfen wollen. Den Anfang bildet der frisch für das Heimkino erschienene LOCKDOWN von Bogdana Vera Lorenz (welcher kurioserweise mal durch den Titelzusatz DIE STUNDE NULL “geschmückt” wird und an anderer Stelle plötzlich TÖDLICHES ERWACHEN heißt).

Die Parallelen zu 10 CLOVERFIELD LANE sind zwar nicht zu übersehen, aber dennoch (oder vielleicht besonders deshalb) gibt der Film uns viel Gesprächsstoff. Hört rinn!



Direktlink – © by Tiberius Film


Timecodes der Sendung
00:00:00 Warmgelaber
00:07:30 Unsere Reihe über deutsches Genrekino startet mit LOCKDOWN
00:14:00 Was ist eigentlich dieses ominöse Genrekino?
00:16:00 Thrill, Spannung und körperliche Wirkung
00:22:30 Exkurs: Christian Alvart
00:25:00 Definitionen auf Genrefilm.net
00:31:00 Die drei Säulen des Genrekinos (von Huan Vu)
00:43:00 Die Wirkung von Bildern aus Deutschland und internationalen Drehorten
00:49:00 Wie Stil unsere Wahrnehmung von Filmen prägt…
00:55:00 …und Inhalt mal mehr, mal weniger wichtig ist.
01:04:00 Exkurs: The Perfect Date Movies
01:08:00 Kontrast zwischen Performanz und Intellektualität
01:16:00 LOCKDOWN ist das Autorenfilmerin-Debut von Bogdana Vera Lorenz
01:23:00 Worum geht es und wer spielt mit?
01:31:00 Einstieg in den Film mit augenzwinkernder Schweiger-Stil-Parodie
01:35:00 Interieurs, Kamera und Stil
01:42:30 Verschränkung von Szenario und Figuren-Historie
01:49:00 Gedanken (und Kritik) zu Exposition, Plot, Twists, Reveals, etc. (mit SPOILERN)
02:11:00 Ein ungewöhnliches Ende… oder nicht?
02:17:00 Wir ziehen unser Fazit


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4 comments

  1. Lydia says:

    Schön, dass ihr euch dem Thema „Genrefilm“ mal genauer gewidmet habt. Der Begriff hat mich oft irritiert, weil’s ja eigentlich immer irgendwie ein Genre in der Zuordnung gibt. Und auch der deutsche Film ist ein guter Ansatz. Zugegeben auch von mir sträflich zu wenig beachtet. Aber ich habe im Gefühl, dass es in den nächsten Jahren einen deutlichen Aufschwung geben wird. Der Markt wird auch im Filmbiz liberaler. Jetzt wächst eine neue Generation an deutschen Filmemachern mit viel mehr Möglichkeiten heran. Ich würde mir stilistisch einfach mehr Vielfalt wünschen.
    LOCKDOWN klingt ja schon mal nach einem interessanten Vertreter. Ist wahrscheinlich ganz gut, dass ich 10 CLOVERFIELD LANE noch nicht gesehen habe.

    • Ja, dieser ominöse Begriff “Genrefilm” wirft viele Fragen auf. Wir hangeln uns in der Reihe nun einfach an den Kriterien Performanz, Eskapismus und Fantastik lang. Ach ja, und Suspension-of-disbelief. Allerdings haben wir bereits im dritten Cast zum Thema bereits die Bewertung vergessen

      • Lydia says:

        Stimmt, da habt ihr diese Punkte gar nicht ausgewertet. Naja, wäre ja auch langweilig, wenn es plötzlich ein Konzept gäbe Wo habt ihr diese Kriterien eigentlich aufgeschnappt? Warum gerade diese Aspekte?

        • Das ufert aus, daher: Ich verweise auf die erste Hälfte der ersten Ausgabe von “Hecke, Laube, Genrezwerg”, da erzähle ich da ein wenig was zu. Kurzfassung: ein Potpourri aus Thesen des Genre-affinen Filmwissenschaftlers Prof. Markus Stigglegger und einigen theoretischen Texten auf genrefilm.net.

          Bin jetzt so weit, dass ich echt Interesse an Filmtheorie bekomme und mir schon die ersten Bücher dazu bestelle

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