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ET039 - Bronson, Bruce & Bacon ballern blind und brachial auf Banden, Bilder & Bösewichte

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Titelbild © by Universum Film


Tut man ihnen nur genug Unrecht, nehmen “echte Männer” (sic!) das Gesetz (und die Knarre) selbst in die Hand – vor allem, wenn ihr Name mit B beginnt.

Zum Release des Remakes DEATH WISH (2018) besprechen wir den Film und das “Original” EIN MANN SIEHT ROT von 1974, sowie James Wan’s Neuinterpretation DEATH SENTENCE von 2007 gleich mit. Moral, Selbstjustiz, Waffenkult, Manneskraft, Polizei, Recht, Gesellschaft – die Themen die der Stoff hergibt sind umfangreich. Also ladet den Podcatcher durch und geht raus, in die dunklen Straßen, wo Gesindel sich herumtreibt und Filmfans mit Mitteilungsbedürfnis stundenlang ins Mic faseln.

Viel Spaß!



Direktlink – © by Universum Film


Timecodes der Sendung
00:00:00 Schießwütige Eröffnung
00:10:00 Wir fangen mit EIN MANN SIEHT ROT von Michael Winner an
00:15:00 Ein grober Abriss der Handlung
00:22:30 Wie sind Selbstjustiz, Moral und Rollenbilder inszeniert?
00:33:00 Die Atmosphäre ist der Wahnsinn!
00:40:00 Nochmal zur konservativen Haltung des Films und dem “Death Wish”
00:53:00 Weiter mit DEATH SENTENCE von James Wan
00:54:30 Die Farben und der Look
01:00:00 Exkurs: SAW
01:08:00 Unterschiede zum ersten Film
01:16:00 Exploitation-Tendenzen und todernster Ton beißen sich. Oder?
01:23:00 Action und Spannung funktionieren, aber auch die Cam?
01:34:00 Glaubt man Bacon’s Figur die Rangelei
01:42:00 Ist Selbstjustiz hier wirklich ein Thema?
01:47:00 Das Finale fällt raus und der Film ist mau
02:03:00 Exkurs: James Wan, der Quiet-Quiet-Bang Style und Horror allgemein
02:13:00 Eli Roth ist ein klassischer Horror-Regisseur
02:18:00 Unser Vorverständnis zu DEATH WISH
02:24:00 Handlung und Unterschiede zu den vorherigen Filmen
02:32:00 Unstimmigkeiten bezüglich der Atmosphäre und Intensität
02:46:00 Bruce Willis SPIELT plötzlich wieder
02:51:00 Einige Szenen sind ziemlich übers Ziel hinaus, kleine Momente aber stark
03:01:00 Wandelung vom braven Bürger zum Grim Reaper
03:15:00 Derbe Spitzen auf US-Waffenmentalität
03:21:00 Abschließender Vergleich der drei Filme


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Der Oarnie-Audio-Schnipsel im Podcast stammt aus CONAN, DER ZERSTÖRER (Amazon Partner Link). Das Copyright liegt bei 20th Century Fox.

2 comments

  1. Lydia says:

    Schöne Episode. Hach, ich mag die Arne-Jens-Kombi. Die macht gute Laune
    Selbstjustiz-Thriller habe ich früher recht unreflektiert aufgenommen. Heutzutage werde ich schon immer etwas grantig, wenn Rache und Selbstjustiz ohne Konsequenzen bleiben, im schlimmsten Fall in so’ner manipulierenden yolo-Attitüde daherkommen. Zugegebener Maßen grenze ich da stark ab, ob die Rache aus physischer Gewalt besteht oder nicht. Vergeltung in Form von raffinierten Winkelzügen im Hintergrund, die einer Person das Leben schwer machen (oder versauen), ohne dass die es überhaupt auf eine bestimmt andere Person zurückführen kann, ist ein Kunststück, dass ich so schätze, dass es mir schwer fällt, sie zu verurteilen. Zum Glück, ist das so anspruchsvoll zu schreiben, dass es so wie so wenig in Filmen vorkommt.

    DEATH SENTENCE fand ich dahingehend echt gut, dass der Rache-Akt noch viel schlimmere Folgen hatte, als der eigentliche Überfall am Anfang. Der Akt der Selbstjustiz bekommt hier ganz schön sein Fett weg, eben weil John sich durch den Eintritt in die Illegalität immer weiter reinreitet, bis er quasi alles verloren hat. Hätte er seinen Verstand benutzt, statt seinen Emotionen freien Lauf zu lassen, hätte er mit seiner restlichen Familie immer noch ein nettes Leben führen können. Rache für den Tod eines anderen zunehmen, ist eigentlich zutiefst egoistisch, wenn ich so darüber nachdenke. Dem Toten nützt es ja nichts mehr. Gleiches mit Gleichem ist Gleichheit und keine Gerechtigkeit. Der Justiz ist also auch nicht geholfen. Der Vergeltungsempfänger darf auch keine Gelegenheit mehr bekommen, seine Taten irgendwann zu bereuen. Soll ja direkt den Löffel abgeben. Dritte bringt man dazu auch noch bewusst in Gefahr, vor allem wenn man in Milieus organisiertem Verbrechens rumballert. Re-Rache. Sich selbst macht man mit Selbstjustiz zum Straftäter. So, wem ist denn dann eigentlich geholfen? Den mutmaßlich nächsten Opfer des Verbrechers? Das ist nichts weiter als ein Pseudo-Motiv für’s gute Gewissen. Precrime-Methoden. Letztendlich ist Vergeltung nur ein Weg Wut und Trauer zu verarbeiten, mal mehr mal weniger erfolgreich. Die Ausübung physischer Gewalt wird schließlich nicht gerade den Seelenfrieden wiederherstellen. Der Therapieansatz Rache ist für die meisten wohl zum Scheitern verurteilt. Warum nicht lieber Aquarelle malen und Specksteine schleifen? Und wenn man wieder klar denken kann, könnte man sich politisch und ehrenamtlich engagieren, damit vielleicht weniger Menschen in die Spirale aus Armut und Gewalt geraten. Aber das will natürlich keiner im Film sehen. Lieber zieht sich einer den Ledermantel über, kauft sich zwei Halbautomatische und ballert seine Wut ein paar grasvertickenden Möchtegern-Gangstern in den Hals. Dafür gibt’s dann vom Bürgermeister einen Schulterklopfer und den goldenen Schlüssel zur Stadt. Da stören auch die nächtlichen Alpträume nicht mehr so arg.
    Anarchische Allmachtsphantasien schön und gut. Filme sind schließlich auch Ausbruch aus der Realität und stellen psychologische Vorgänge dar. Am Ende sollten Sie aber auch die richtige Message bereithalten. Jede Illusion braucht ihre Grenzen.

    Die DEATH WISH-Filme werde ich mal nachholen. Bin gespannt, wie die sich so schlagen im Genre.

    • Danke und schön, dass wir dir Freude machen!

      Motivation und Ausführung der Rache sind natürlich entscheidend – würde man sie per se verurteilen, dann fiele dieser Pauschalisierung ja sogar manche Szene in FABELHAFTE WELT DER AMELIE zum Opfer (die rächt ja auch die schlechte Behandlung der jungen Mannes beim Obsthändler durch kleine Streiche). Ich finde einfach wichtig, dass der Film einigermaßen neutral bleibt, bzw. Verstehen lässt, warum eine Figur so handelt wie sie es tut. Diesen Aspekt fand ich bei DEATH SENTENCE am schwächsten von den dreien, aber trotzdem noch in Ordnung.Bezüglich deinen Ausführungen über Rache (danke für diese!) bin ich gespannt, wie du DEATH WISH auffasst. Gerade der alte hat schon eine schwierige Haltung, weil sehr konservativ, aber gerade in Bezug auf die Rache habe ich das Gefühl, er legitimiert sie nicht komplett, sondern will eher etwas über die Welt erzählen. Eine Welt in der ein solcher Typ eben zum Helden wird. Glaube das habe ich im Cast nur so semi-gut herausgearbeitet.

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