Schlagwort: Dichte Atmosphäre

© by 20th Century Fox

ET053 - If it bleeds, we can cast it!

avatar Arne
Raucht süffisant grinsend Zigarre...
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avatar Fabian
Lädt die Gatlin-Gun durch...
avatar Jens
Erzählt schweinische Witze...
avatar René
Ritzt sich mit dem Messer die Brust...

Titelbild © by 20th Century Fox


Knapp 5 Jahre sind’s jetzt.

Was, wie?

Ja, Leute, ihr hört richtig, uns gibt es jetzt knapp 5 Jahre, und genau so lange dauerte es, bis wir unserem ursprünglichen Schlachtruf endlich nachgekommen sind. “Gädd tu se tschoppa, nau!”. Naja, “nau”, eben nicht, aber mit etwas Reifezeit sind alle vier der Enough Talk’schen Oarnie-Jünger zum Slogan unseres Blogs, zur Quelle unseres Pott-Karstens vorgedrungen, sind tief in das Herz des Dschungels gerobbt, haben Bizeps gezeigt, Kautabak gespuckt, dann vollkommen unironisch Söldner-Camps zerlegt, nur um dann an der Last der uns aufgelegten Männlichkeit in Angesicht des unsichtbaren Feindes zu kollabieren.

PREDATOR von 1987 ist nicht nur einer der definitiven Actionkracher, ja geradezu die Speerspitze des 80er-Jahre-Testo-Spektakels, sondern bei genauerem Hinsehen auch Abgesang, ja vielleicht gar Antithese zu selbigem. Wie geht es weiter, wenn rohe Waffengewalt nicht mehr greift? – nicht nur eine Frage, die unser hyper-maskulines Kommando um Major Dutch im antiklimatischen Verlauf zum Umdenken zwingt, sondern auch ein Meta-Blick auf ein Filmgenre, in dem 10 Jahre oder mehr völlig ungebrochen geballert und geholzt wurde was das Zeug hält, ohne auch nur eine Sekunde zu reflektieren, ob mit Selbstverständlichkeit dargestellter Massenmord wirklich immer die einzige Lösung ist? Und ob er bereits dadurch legitim wird, dass er für die Ehre der fucking U-S-AND-A durchgeführt wird?

Viele Fragen, denen wir gewohnt unprofessionell in 2 Stunden chaotischer Analyse (und Abfeierei) dieser Filmperle auf den Grund gehen.



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© by Tiberius Film

ET038 - Hecke, Laube, Genrezwerg #1 - Virales Ravioli-Prepping mit Lilienduft

avatar Arne
Malt Lilien auf Lockscreens...
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avatar Jens
Quetscht Ravioli aus Dosen...

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“Ey, warum wird sowas eigentlich nicht in Deutschland gedreht?” fragten sie. “Ey, das ist doch voll lächerlich, wenn Deutsche solche Filme machen!” sagten sie. “Ey, geile Filme kommen eh nur aus den USA!” motzten sie.

Tut uns Leid, liebe Haters, aber ihr liegt falsch! Sehr sogar, denn wenn es ein Problem in der deutschen Filmlandschaft gibt, dann dass mutige Produktionen nicht finanziert, nicht gefördert und erst recht nicht respektvoll anerkannt werden – nicht, dass es an fähigem Personal fehlen täte, das in der Lage wäre, diese auf die Leinwand zu bringen.

Das Deutsche Genrekino ist weder zahlreich vertreten noch populär, aber wir finden es hat eine Menge Potential. Genau genommen ist es (einem Teil von) uns schon länger eine Herzensangelegenheit und deswegen nimmt der Enough Talk! nun verstärkt seinen BildungsBerieselungs-Auftrag wahr und erkundet für euch die Tiefen des deutschen Horror-, Sci-Fi-, oder Psychofilms. Ach, den gibt es wirklich? Wo denn? Gute Frage, als Anlaufstelle empfehlen wir die Seite Genrefilm.net, die uns auch in der Sendung (mit diesem Artikel von Huan Vu) gute Dienste bei der anfänglichen Definition dessen erwies, was eigentlich Genre und Genrefilm bedeutet.

Ganz so einfach einzugrenzen ist dies gar nicht, aber dennoch gelingt es uns ein paar Kriterien zu übernehmen, auf die wir in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren die besprochenen Filme dieser Reihe abklopfen wollen. Den Anfang bildet der frisch für das Heimkino erschienene LOCKDOWN von Bogdana Vera Lorenz (welcher kurioserweise mal durch den Titelzusatz DIE STUNDE NULL “geschmückt” wird und an anderer Stelle plötzlich TÖDLICHES ERWACHEN heißt).

Die Parallelen zu 10 CLOVERFIELD LANE sind zwar nicht zu übersehen, aber dennoch (oder vielleicht besonders deshalb) gibt der Film uns viel Gesprächsstoff. Hört rinn!



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ET012 - Ach, Würfel Dir Doch Einen...

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[audio: https://www.enoughtalk.de/podcast/enough-talk-012-ach-wuerfel-dir-doch-einen.mp3]

Wer öfter unsere kurzen geistigen Ergüsse zum Thema Filmkultur verfolgt, hat sicher schon von meinen (heißt: René’s) schulischen Mathe-Traumata gehört…zwangsweise. Wir haben ja bei Enough Talk! einen gewissen, penetrant-wiederkehrenden Mitteilungsdrang. Und mit wir, meine ich zu 80% mich.

Was soll ich sagen, der Scheiß hat mich gekillt. Algebra, Analysis und vor allem: Geometerie. “Geometrie…? Das bisschen Dreiecke malen?” fragt ihr. Nun, liebe Freunde: Geometrie beinhaltet die furchterregendste Form, die der Mensch sich ausgedacht hat: Den Kubus. Von vorne wie von hinten, von oben wie von unten, grausam ausweglos in seiner perfekten Gleichmäßigkeit. Hollywood sieht es übrigens genauso. Ich sage STAR TREK, sage Borg, sage “Widerstand ist zwecklos”! Und der verdammte Rubiks-Würfel ist doch auch nur dafür da, uns vorzuführen, dass wir leider ein bisschen blöder sind als erhofft. Merkt ihr selbst, ne?

Die ultimative Verfilmung des gleichkantigen Grauens liefert jedoch unser heutiger Beitrag für den cineastischen Äther: Vincenzo Natalis Geometrie-Schocker von 1997: CUBE. Meisterhafte Tonalität, interessante Charakterdarstellungen, blanker Horror und ein weiteres Beispiel dafür, dass man aus unglaublich wenig Ressourcen unglaublich viel Film machen kann. Das Ding hat Arne und mich in unserer filmtechnisch verletzlichsten Lebensphase hart getroffen und positiv verstört. Dass das gute Grüne und der gute Tropfen damals eifrig im Kreis gingen, hat damit natürlich genauso wenig zu tun, wie meine akute Mathephobie. Weiterlesen