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Enough Talk! #026 – Beklemmender Kugelhagel in 70mm

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Die Uhr tickt, die Zeit läuft, Rettung scheint aussichtslos. Deswegen ist heute leider keine Zeit für die üblich ausführlichen Shownotes – kommt vor. Kurzform: Wir besprechen Christopher Nolan’s neuen Film DUNKIRK. Viel Spaß (auch wenn Spaß nun wirklich nicht das ist, was der Film erzeugen will).



Direktlink – © by Warner


Timecodes der Sendung
00:00:00 Whisky und Begrüßung
00:10:30 Ein „paar” Worte zu einem zeitlosen Klassiker
00:35:30 31 von Rob Zombie ist ziemlich große Kacke
01:07:30 Was hat das hier mit Veronica Ferres und SAT 1-Trash zu tun?
01:14:00 Einschätzung von Nolan’s Gesamtwerk
01:36:30 DUNKIRK’s eigener Ansatz, Audiovisualität und totale Immersion
01:50:00 Beklemmende Bedrohung, katalysiert durch das Zimmer’sche Ticken der Zeit
01:59:00 Die (eigentlich gar nicht so) verschachtelte Erzählung – NUR in 70mm
02:09:00 Ein Film der (evtl.) ausschließlich wirkt – denken kommt später
02:16:00 Moralische Ambivalenz und Kompromisslosigkeit des Krieges
02:29:30 Vergleiche zu intensivem Fühlkino im Weltall
02:36:00 Ein Mahnmal, weil die Leinwand wahres zeigt (inkl. Diskurs: “Fuck you, CGI!“)
02:46:00 Endet DUNKIRK auf der richtigen Note?
02:57:00 Und was ist mit Kriegsfilm als solchem?
03:04:00 Wir sind raus…


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Und über dieses Amazon-Widget könnt ihr all den weiteren Kram, über den im Podcast gesprochen wurde suchen. Wenn ihr dann etwas kauft, habt ihr frische BDs & DVDs und wir bekommen einen kleinen Teil des Kaufpreises gut geschrieben, um unsere Server zu bezahlen, ohne dass es für euch mehr kostet. Win/Win, oder?

6 comments

  1. Gormenghast says:

    Hey Jacker, hey Jens,

    ich hätte auch Lust, Christian mit einem Ferres Terrorstreifen zu nerven, aber sind nicht alle Machwerke mit ihr als “Schauspielerin” ein Anschlag auf unser Wohlbefinden?

    Was allerdings hier nicht klappen dürfte, denn wir haben es anscheinend mit einer Art von “stiller Post”-Syndrom oder Wunschdenken zu tun. Vroni gegen Araber, das wär doch mal was!!!

    Der von mir damals erwähnte Film DIE STAATSAFFÄRE, indem die Jahrhundertactrisse unsere Bundeskanzlerin spielt, ist leider nur eine (oje, muss ich das so sagen) Komödie.
    Besser gesagt: ein Komödienversuch, das Drehbuch verfasst von Schimpansen, so vermute ich zumindest.

    Leider haben wir keine Terroristen weit und breit in dem Ding. Wo sind sie nur, wenn man sie mal brauchen könnte? Meine Erlaubnis haben sie sämtliche Kopien dieses Dreckstreifens in die Luft zu jagen, solange sie keine armen Archivare neben dem “Giftschrank für Filme, die die Welt nicht braucht” verletzen.

    Der Film ist tatsächlich unlustigste CDU-Propaganda, gespickt mit Mutti Merkel Klischees, und Volksverdummung der unverschämtesten Sorte. Falls ihr euch den echt mal reinziehen wollt, empfehle ich vorher eine gute Flasche ARDBEG…der Whisky meiner Wahl.

    PS: Ihr seit der einzige Podcast, wo ich noch mit meinem veraltetem System Kommentare posten kann. Schade, aber toll !!!

    PPS: Ich besorge mir morgen den Rob Zombie, weil….ich glaube der gefällt mir.

    • Wie gesagt, ich war durch den Ritt zuvor wirklich mental (vielleicht sogar körperlich) komplett fertig, extrem niedergeschlagen und absolut nicht mehr aufnahmefähig. Lese mir das mal durch und prüfe es beim Rewatch Merci…

  2. Sultan- of- Swing says:

    Endlich habe ich auch Dunkirk sehen können.
    Intressanterweise hatte ich mit meinen Kumpel nach dem Film eine ähnliche Diskussion wie ihr.

    Ich bin von dem Film, aus den gleichen von euch genannten Gründen, absolut begeistert. Mich hat dieses Jahr nur noch “Manchester bei The Sea” so emotional mitgenommen.
    Ich bin eigentlich nicht sehr emotional, aber bei Dunkirk hat es mich das ein oder andere Mal echt übel gepackt. Die Idee, die Soldaten als anonymisierte Masse darzustellen war für mich genial. Jeder Tod eines dieser jungen Soldaten hat für mich damit Gewicht bekommen.

    Grandios ist auch das audiovisuelle Storytelling.

    Hacksaw Ridge fand ich auch gut. Die Bilder, ähnlich wie bei Dunkirk, zeigen mir immer wieder welche Gnade meine späte Geburt ist.

    HAcksaw Ridge hat halt die Religionsthematik. Wenn man wie ich eine Affinität zu Religion hat, dann wirkt er anders, als wenn man keine hat.

    Man muss halt sich im Film immer wieder verdeutlichen, dass hier nur eine Perspektive gezeigt wird. Das gleiche Problem hat z. B American Sniper. Es sind beides Geschichten aus einer eingeschränkten Sichtweise und aus dieser Sichtweise muss man die Handlungen bzw kann man die Handlungen sogar nachvolziehen. Da beinhaltet, und das ist durchaus gefährlich, eine Gut- Böse Zeichnung der beiden Kriegsparteien. Um sich ein Bild von dem Ganzen, zu machen ( und das ist absolut wichtig um einen fundierten Überblick zu bekommen bzw. sich überhaupt eine Meinung zu erlauben), sind diese Filme nicht geeignet.

    Eastwood hat es z. B. cleverer gelöst mit Flags of our Father und Letters from Iwo Jima. Hacksaw ridge hat auch das Mel Gibson Problem. Man kann halt nur Schwer die Aussagen der Person vom Film trennen. Ich bin mir bei Hacksaw ridge auch nicht sicher, ob Gibson sich ein bisschen an der Gewalt ergötzt, die er im Film zeigt, statt Sie als abschreckend zu zeigen.

    Nolan dagegen hat beide Probleme elegant umschifft, indem er drastische Bilder ohne Blut und die Deutschen als unbekannte Gegner darstellt. .

    • Verspätet noch mal vielen Dank für den ausführlichen Kommentar! Ich werde wohl irgendwann noch mal in den sauren Apfel beißen und mir diese Garde an vermeintlich moralisch fragwürdigen Kriegsfilmen geben, um zu verstehen was genau da passiert und wie sie agieren. Ich denke die Meinungen wirst du dann auch hier in Sendungsform hören können

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